Der Berufszweig der Feinmechaniker erfordert ein großes Maß an Fingerfertigkeit, da man sich im Berufsalltag mit sehr empfindlichen Gerätschaften beschäftigt. Das entsprechende Werkzeug ist hierbei Voraussetzung.
Die Ursprünge der Feinmechanik liegen in der Herstellung von Uhren, da für diese eine besonders präzise Vorgehensweise notwendig war. Später stellten Feinmechaniker verschiedene optische und mechanische Geräte her, die allesamt eine vorsichtige und extrem genaue Bearbeitung erforderten. Seit Einführung elektronischer Geräte in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde das Berufsfeld des Feinmechanikers um diese erweitert. Besonders der Umgang mit mikromechanischen Teilen im Zuge der Chip-On-Board-Technologien erlangte immer mehr Bedeutung. Auch in der Fahrzeugelektronik und in der Wissenschaft, wo besonders sensible Gerätschaften verwendet werden, findet der Feinmechaniker seinen Einsatz.
Feinmechaniker (auch Feinwerkmechaniker genannt) ist ein in Deutschland anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung findet entweder in einer entsprechenden Schule oder einem Betrieb statt, dauert dreieinhalb Jahre und vermittelt Kenntnisse der Physik, der Metallverarbeitung und dem Erstellen von Zeichnungen und Entwürfen mit CAD. Auch der Kundenkontakt spielt im Berufsleben des Feinmechanikers eine große Rolle, ebenso wie betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse. Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung wird der Feinmechaniker in Handwerksbetrieben oder wissenschaftlichen Einrichtungen eingesetzt, um dort die Gerätschaften herzustellen, zu überprüfen und zu warten. Seine Arbeit findet teils manuell, teils an computergesteuerten Maschinen statt.
Ein Feinmechaniker braucht in erster Linie eine ruhige Hand, die entsprechenden mechanischen und elektronischen Kenntnisse und das passende Werkzeug, um die empfindlichen Geräteteile zu bearbeiten. Normales Werkzeug, das man für andere Zwecke nutzt, kann hier nicht verwendet werden, da es für die zu bearbeitenden Teile viel zu grob ausfällt. Die in der Feinmechanik verwendeten Schrauben und Kabel sind derart fein, dass sie eine vorsichtige Behandlung mit Spezialwerkzeug erfordern. Auch für Nicht-Profis wie beispielsweise Hobby-Modellbauer sind Feinmechaniker-Werkzeugsets im Handel erhältlich. Sie enthalten meist Schraubendreher in verschiedensten Größen, Zangen bzw. Seitenschneider, Spannungsprüfer, Sechskantschlüssel und weitere nützliche Utensilien. In manchen Sortimenten sind auch eine Lupe und teleskopisch verlängerbare Lampen inbegriffen, was besonders dann von Nutzen ist, wenn man es mit sehr feinen und komplexen Gerätschaften zu tun hat. Mittlerweile bieten auch Discountmärkte Werkzeug für Feinmechaniker zu sehr günstigen Preisen an. Eine weitere Bezugsmöglichkeit ist natürlich das Internet. Namhafte Hersteller bieten Präzisionswerkzeuge einzeln oder im Set an. Dazu kann man sich informative Bewertungen von anderen Käufern durchlesen und deren Erfahrungen nutzen, um sich für das passende Werkzeug zu entscheiden. Geliefert wird nach erfolgter Zahlung meist binnen weniger Werktage. Wie so oft, lohnt sich aber auch hier ein Preisvergleich: Nicht selten lässt sich im Rahmen eines zeitlich begrenzten Angebots ein Schnäppchen machen.
23. August