Beim Kauf eines neuen Werkzeuges sollte man nicht nur auf den Preis achten. Viel wichtiger ist hier die Qualität und Sicherheit. Sind Werkzeuge nämlich minderwertig, dann kann das Sonderangebot gefährlich werden.
Wenn der neu erworbene Hammer am Griff wackelt, ist dies für viele nur eine Kleinigkeit. Was viele dabei nicht beachten ist, dass sich der Griff beim nächsten Schlag lösen kann. Im schlimmsten Fall kann sich hierbei jemand ernsthaft verletzen. Diese Unfälle können die Verbraucher aber vermeiden, in dem sie beim Kauf auf das Qualitätssiegel achten. Das wohl bekannteste Prüfsiegel steht für "geprüfte Sicherheit". Die Qualität des Werkzeuges wird von einer unabhängigen Institution genauer unter die Lupe genommen. Ganz wichtig ist hier, dass das Prüfunternehmen im Zeichen genannt wird. In erster Linie richtet sich das Zeichen aber nicht an den Verbraucher. Den Behörden wird mit diesen Zeichen signalisiert, dass die Werkzeuge den EG-Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Somit können sie auf dem europäischen Markt frei verkauft werden. Die Vergabe des Siegels erfolgt auf freiwilliger Basis, wobei andere Zeichen Pflichtsiegel sind. Wer es möchte, kann auch weitere Prüfsiegel auf sein Produkt anbringen lassen.
Bevor ein Schnäppchen überhaupt im Einkaufswagen landet, muss es auf Sicherheit und Qualität geprüft werden. Dies muss nicht einmal ein Fachmann machen, wenn man beim Kauf auf ein paar Sachen achtet. So kann man auch Fehlkäufe auf Dauer vermeiden. Die Spreu vom Weizen trennt sich schon beim Blick auf den Griff. Ein guter Handgriff sollte aus einem griffsicheren Metall oder einem glatten, lackierten Holz bestehen. Auch Kunststoffummantelungen eignen sich sehr gut. Ergonomisch geformte Griffe aus Zwei- oder Mehrkomponentenkunststoff sind optimal. Das Material ist griffig und verhindert somit das Abrutschen der Finger, liegt gut in der Hand und verbessert die Kraftübertragung. Vorsicht ist angesagt bei Kunststoffgriffen, die extrem günstig sind. Die Billigwerkzeuge können in den Griffen giftige Weichmacher enthalten, vor denen die Verbraucherschützer warnen. Man erkennt diese Griffe an dem sehr starken Geruch. Wer glaubt ein solches Werkzeug zu Hause zu haben, der sollte das Gerät lieber zurückbringen.
Die Materialangaben liefern wichtige Hinweise beim Kauf eines Werkzeuges. Die Härte des verwendeten Materials beziehungsweise die Legierung ist entscheidend für die Qualität von Schraubendrehern, -schlüsseln oder Zangen. Schon beim ersten Härtetest hingegen verbiegt sich Blechwerkzeug. Als schöner Schein kann sich auch blitzender Chrom erweisen. Manchmal verbirgt sich unter der Oberflächenlackierung nur minderwertiges Metall. Die hochwertigen mechanischen Werkzeuge werden hergestellt aus gehärtetem Stahl. Diese Angabe befindet sich in der Regel auf der Verpackung, wenn nicht empfiehlt es sich immer den Verkäufer zu fragen. Bevor man sich zu einem Kauf entscheidet, sollte man die Werkzeuge testen. Beim Kauf eines Hammers sollte man darauf achten, dass zum Beispiel der Hammerkopf nicht lose ist. Beim Kauf eines neuen Schraubendrehers liegt man mit einer Diamantstaub beschichteten Spitze richtig. Dieser Dreher greift in der Regel besser und auch die Schraubenköpfe halten länger.
23. August